Wenn man die Million nicht will...
Heute wurden Weltkongress der Mathematik in Madrid die Fields-Medaillien verliehen, vom Rang vergleichbar mit den Nobelpreisen (es gibt keinen für Mathematik). Diese Auszeichnung wird alle vier Jahre an bis zu 4 Personen verliehen. 2006 wurden wieder, aber nur drei nahmen diese Auszeichnugn an. Ein russischer Mathematiker, Grigori Perelman aus Sankt Petersburg, verzichtete darauf nach Madrid zu reisen. Er verzichtet damit auch auf 10,000$ Preisgeld. Die Auszeichnung hat er für den Beweis der Poincaré-Vermutung erhalten, die widerum vom Clay Mathematics Institute im Jahre 2000 zu den 7 wichtigsten ungelösten mathematischen Problemen ausgewählt wurde und auf deren Lösung ein Preisgeld von 1 Mio. $ ausgesetzt ist.
Voraussetzung: Man muss den Beweise in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veroeffetlichen. Genau dies hat Perelman aber bisher nicht getan und scheint es auch nicht zu beabsichtigen. Er begnügte sich mit einer Präsentation und einer Veröffentlichung im Internet.
Laut WIKIPEDIA muss er ein sehr unmaterialistischer Mensch und etwas sonderbarer Zeitgenosse sein, der u.A. die Auffassung vertritt (und lebt), dass Menschen sich Fingernägel und Haare nicht schneiden sollten. Sämtliche hoch dotierte Angebite amerikansicher Elite-Unis hat er abgeschlagen.
Irgendwie alles ein wenig sonderbar, aber bis zu einem gewissen Maße auch sympathisch...

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