Philip in Tokyo

Donnerstag, September 21, 2006

Last day in Japan = the end of my blog

Heute ist mein letzter Tag in Japan: Offiziell habe ich zwar noch zu arbeiten, doch praktisch geht es nur noch um Dinge wie Konto auflösen, Paket (wieder 30kg) zur Post bringen und Verabschiedung auf der Firma. Ich sollte auch recht zeitig zum Flughafenaufbrechen: Um 20.35h geht mein Flieger nach Sydney. Meine Schwester ist dort gerade auf Bibelschule und hat frei. Vor uns stehen über 2 Wochen australische Ostküste, gutes Wetter, ein netter Camper Van und hoffentlich traumhafte Strände.
Ich freu mich auf ein Wiedersehen in Deutschland, meine Adresse in Karlsruhe wird ab Mitte Oktober wieder die alte sein...

Mittwoch, September 20, 2006

rohes Pferd - interessant

Nach dem Abschiedsessen von meiner Abteilung haben mich meine japanischen Kollegen noch in eine typisch japanische Kneipe geschleppt...und ich habe weitere, hoffentlich einmalige Japanerfahrungen gemacht. Das rohe Pferdefleisch, über dessen Existenz ich erst hinterher aufgeklärt wurde, war noch die angenehmere Wahl. Von gewissem Seafood (irgendwelche Muscheln oder was auch immer) will ich die genaue Herkunft gar nicht wissen. Auf jeden Fall konnte ich gut verstehen, warum man soviel Reiswein bei der ganzen Sache trinkt...

Dienstag, September 19, 2006

Wohnung

Ich habe übrigens wieder meine alte Wohnung - bin also ab Mitte Oktober wieder unter der gewohnten Adresse in der Nähe von KA zu erreichen...

Karaoke

Ich hatte ja gehofft, diese Japanerfahrung nicht machen zu müssen, aber wenn 7 Japaner einen einalden kann man nur sehr schlecht Nein sagen: Nach dem Shobu-shobu am Samstag waren wir noch Karaoke singen. Eine, nun sagen wir mal, etwas andere oder für mich neuartige Erfahrung. Die meisten Leute konnten nicht singen, was aber dem ganzen keinen Abbruch getan hat: Man sitzt in einem winzigen Raum (weniger als 10m²) um einen Tisch, hat einen Computer mit tausenden Songs, und singt sich dann gegenseitig etwas vor...passende Beleuchtung erhöht dann noch die Stimmung etc. Eine der Erfahrungen, die mir einmal im Leben reichen, aber trotzdem aufschlussreich für die Kultur hier sind...

Shobu-shobu

Ich habe bereits drei Abschiedessen hinter mir, noch zwei vor mir...Gestern waren wir mit meiner Small-Group noch beim Inder - sehr lecker. Ein wenig anders ist noch "Shobu-shobu" (oder wie immer man es schreibt): Man hat eine großen Topf auf dem Tisch, unter dem ein Brenner das darin enthaltene Wasser am Kochen hält, und dann kocht man Gemüse und Fleisch in diesem Wasser, um es dann nach Eintauchen in Sojasoße ist... sehr nett! Habe dann gleich auch noch gezeigt bekommen, wie man Riesenkrabben ist (die schmecken übrigens auch...)

Tag der Ehrung der Alten

Den Feiertag hatten wir gestern. Der zweite nach dem Tag des Meeres im Juli. Irgendwie komisch die Namen. Auch egal, langes Wochenende ist nett...

Gepäckprobleme

Ein Bekannter von mir arbeitet bei einer amerikanischen Firma, die Klamotten für Surfer und Snowboarder herstellt (und auch noch normalen Kram). Letztes Wochenende hatten die großen "Sale": Alle Produkte 60-80% weniger, einiges in meiner Größe, ich habe zugeschlagen und nun Schwierigkeiten das alles nach Hause zu bekommen...

Freitag, September 15, 2006

Pannendienst für die Hartz-IV-Gesellschaft

So lautet die Überschrift eines Artikels im Spiegel, den Prof. Franz Walter anlässlich des Papstbesuches über die Situation der Kirche im Jahr 2006 geschrieben hat. Ich fand ihn lesenswert...

Donnerstag, September 14, 2006

eine Null mit großen Auswirkungen

C hat den Nachteil, dass man keine Brueche im Sinne von "1/2" schreiben sollte, da Integer geteilt durch Integer in der Regel "0" plus irgendeinen Rest ist und C mit der Null weiter rechnet, ohne den Rest zu berücksichtigen....diese Erkenntnis hat mich ziemlich viel Zeit gekostet....und durch einen weiteren Fehler, naemlich durch "1/12" mit "0.833" statt "0.0833" um zu schreiben (die vergessene Null, habe ich sehr große Ungenauigkeiten bekommen, die erst mit Hilfe der neuen Daten aufgetaucht sind...). Jedenfalls kann ich jetzt zumindest die Seitenrichtung des Gesichtes auf etwa 2° bei automatischer Ermittlung von Augen- und Naseposition bestimmen. Ein Ergebnis, das meinen Betreuer sehr gut gefallen hat (vor allem weil er Ende des Monats einen Bericht über den Fortschritt seines Projektes schreiben muss). Aktuelle Veroeffentlichungen haben derzeit maximal eine Genauigkeit von 5°...mal sehen, ob wir irgendwo einen Fehler haben ;-)

Erholung

Noch eine Woche, dann geht's auf in den Urlaub. Meine Schwester in Australien besuchen. Habe heute den Mietwagen gebucht und gleichzeitig noch den Flug für die 3000km zurück, die wir an der Ostküste vor haben "hoch" zu fahren.
Nur mal als Tipp: Man kann sehr günstige Angebote(hier und hier) in Australien bekommen, wenn man sogenannte "Relocation"-Fahrten macht und nicht zu frühzeitig bucht (eine Woche ist übrigens nicht frühzeitig ;-). Wir haben jetzt einen netten kleinen Combo Camper, ich bin mal gespannt.

Projekt

Mein Betreuer hat mittlerweile ziemlich fest ein Projekt eines großen Herstellers in der Tasche, dass in ca. 4 Jahren serienreif sein soll. Deswegen wird mein Unterprojekt auf einmal doch wieder wichtiger, und nach dem ich gestern mit meiner Matlab-Umgebung erstaunlich gute Ergebnisse geliefert hat, drängt nach Wochen Flaute auf einmal die Zeit. So ändern sich Dinge...

Mittwoch, September 13, 2006

neue Daten

endlich, 5 Arbeitstage vor Ende meines Praktikums habe ich nun Daten in ausreichender Zahl bekommen, um meinen Algorithmus in C mit der vorherigen Simulationsumgebung in Matlab zu vergleichen.
Das Ergebnis ist ziemlich ernüchternd: Während die Daten in Matlab (also der vorherigen Simualtionsumgebung) erstaunlich gute Daten liefern, zeigt sich in C, dass irgendetwas von mir falsch implementiert wurde, und das habe ich bisher noch nicht gemerkt (trotz Test der einzelnen Unterprogramme und mit recht lausigen Ergebnissen). Nunja, wir werden sehen...für mich macht es kaum ein Unterschied, ob ich das Problem jetzt noch löse oder nicht, also keine wirkliche Motivation - nett wäre es trotzdem

E-Ticket

Meine Sorge vom 5. September war unbegründet: Habe gestern Abend mein E-Ticket bekommen. Morgen in einer Woche heißt es dann: Auf nach Australien in den Urlaub *freu*.

Weisheiten

Ich erlebe derzeit kaum Spannendes, habe aber bei www.witzeland.de nette Weisheiten gefunden:
  • Es ist besser seine Inkompetenz durch Schweigen vermuten zu lassen, als sie durch Reden zu beweisen.

  • Mit leerem Kopf nickt sich's leichter.

  • Wer gegen ein Minimum Aluminium immun ist, besitzt Aluminiumminimumimmunität.

  • Wenn die Klügeren immer nachgeben, geschieht nur das, was die Dummen wollen.

  • Das Morgengrauen beginnt mit dem Blick in den Spiegel.

  • Billige Sofas setzen sich mehr und mehr durch.

  • Tag für Tag verschwinden Rentner im Internet, weil sie gleichzeitig Alt und Entf drücken .

Freitag, September 08, 2006

Skype Out

Habe gerade versucht, meinen ehemaligen Vermieter anzurufen (wegen erneutem Einzug im Oktober). Leider habe ich keinen erreicht...aber ich schätze mal, dass er ziemlich irritiert über die Nummer sein wird, die Skype als Absender übermittelt: +1234567890 Und ich schätze mal, dass er denkt, jemand wollte ihn zum Rückrufen einer unheimlich teuren Nummer animieren. Ist aber nicht so!

Fernseh Zitate über die Fußball WM

Habe einen Newsletter mit angeblichen originalen Zitaten des japanischen Fernsehens über die Fußball WM bekommen. Über den Wahrheitsgehalt wage ich keine Aussage zu treffen, unterhaltsam (und teilweise echt traurig) sind sie aber allemal:
  • Auch ein paar Schwarze spielen für Deutschland. Auch Deutschland hatte ja viele Kolonien in Afrika.
  • Hier in Dortmund sieht man noch deutlich, dass hier früher das kommunistische Ostdeutschland war.
    (Daraufhin der Ko-Kommentator) Ist das wirklich schon Ostdeutschland?
    (Inoue) Ja, der Fluss Rhein war früher die Grenze. Wer da rüber wollte, wurde erschossen. Es gab nur eine Brücke, bei Remagen, die ist jetzt wieder aufgebaut.
  • Der Mann, an den sich Angela Merkel da kuschelt, ist der italienische Präsident - Romano Berlusconi. Schon im Zweiten Weltkrieg arbeiteten Deutschland und Italien zusammen
  • Diesen deutschen Spieler kann kein Mensch aussprechen, ich muss mal auf meine Liste schauen: Shi-wai-nu-shi-tai-gari. (Schweinsteiger) Nennen wir ihn einfach "Das Lachsgesicht mit der Bürste auf dem Kopf".
  • Viele Frauen haben uns angerufen und gefragt, wer denn dieser supergut aussehende Mann auf der deutschen Bank ist. Das ist Biru, einer der drei Trainer der deutschen Mannschaft (gemeint war Oliver Bierhoff).
  • Auch er (gemeint war Klinsmann) wurde kritisiert, weil er nicht in Deutschland Steuern zahlt. Das machen viele deutsche Sportler, wie auch der Tennisspieler Beku (gemeint war wohl Boris Becker) und der Rennfahrer Schumi, denn nach der Wiedervereinigung wandern alle Leistungsträger aus Deutschland aus. Die Regierung kassiert alles Geld, um es den armen Ostdeutschen zu geben, die sich noch nicht an Arbeit gewöhnt haben. Der Buku... (gemeint ist Buchwald) zum Beispiel kommt zu uns.
(Originalquelle unbekannt)

Donnerstag, September 07, 2006

Voll auffen Nürsel

Jemand hat sich die Mühe gemacht, alle wichtigen umgangssprachlichen Wörter meiner "Heimat" mit passender Übersetzung zusammenzustellen:

Einleitung:
Typische Sauerländer haben eine Macke: Sie hängen jedem Satz, der ganz normal gesprochen wird, ein "woll" oder "wonnich" an, woll?!
Also nicht wundern, wenn ihr mal jemandem mit diesem Sprachfehler begegnet. Dieser Mensch ist keiner Irrenanstalt entsprungen, sondern kommt aus dem Land, wo die Mädchen noch schöner als die Kühe sind - dem Sauerland.

weitere Beispiele:
  • gesengte Sau
    „Der Hansi fährt immer wie ´ne gesengte Sau mit seine aufgebohrte Kreidler."
  • juckeln
    „Nach Lendringsen? Da juckelze am besten durches Hönnetal."
  • Klümpkes
    Bonbons
    A: „Spielsse ne Runde Taschenbilliard, oder was fummelsse da unten rum?"
    B: „Nä! Da klebt nurn olles Klümpken inner Buxentasche!"
  • Der Sauerländer fragt - und meint damit:
    Wollter? = Wollt ihr?
    Wirrse? / Wirste? = Wirst du?
    Kriggich? = Kriege ich?
  • angedötscht
    leicht angedrückt, beschädigt z.B. Obst, Bücher
  • aufgabeln:
    jemanden kennen lernen, oder auch: jemanden mitnehmen
  • Apparillo
    Apparat, Maschine, Vorrichtung, aber auch: sehr großes Etwas; Steigerungsform: Riesenapparillo
mehr in: MICHAEL MARTIN: VOLL AUFFEN NÜRSEL

allerdings weiß ich nicht genau, was nun wirklich einzigartig für das Sauerland ist, und welche Wörter auch über die Grenzen des selbigen bekannt sind...

Mittwoch, September 06, 2006

Open BC

openBC ist die weltweit größte offene Business-Networking-Community im Internet. Ich habe mich mehr oder weniger mal aus Spass auch dort angemeldet. Prompt, 2 Tage später, bekomme ich eine Kontaktanfrage von einem Chinesen namens Lee, der mir Kontakt zwecks Networking Event aufnehmen will. Da ich schon bald Japan verlasse, dachte ich, es könnte u.U. interessant für meine beiden deutschen Nachfolger sein, die ab Oktober hier sind. Nunja, ich bekomme wieder Antwort, und es scheint fast so, also ob er nach einer bestimmter Sorte Leute sucht. Der Satz:
If you happen to know IT managers handling security in banks, ministry of defense, ministry of foreign affairs and japan tax bureau, please do let me know.
lässt mich zumindest nicht vermuten, dass diese Mensch außerordentlich seriös ist.....

Dienstag, September 05, 2006

japanische Reisebüros

Ich habe Ende Juli mit Übersetzungshilfe meinen Flug für meinen Urlaub nach dem Praktikum hier gebucht. Das E-ticket wollte man mir Anfang September zu schicken. Sicherheitshalber habe ich heute noch mal nachgehört, wann es mir denn zugeschickt wird. Es dauert wohl noch ein paar Tage. Ich werde wohl noch mal bei der Fluggesellschaft direkt nachfragen, ob ich bereits auf der Passagierliste stehe. Ich weiß nie so genau, ob dass in Japan normal ist oder ob ich am Ende ohne Flug da stehe...